Flugplatz Aachen Merzbrück

 

 

100 Jahre Flugplatz Aachen Merzbrück 

Der Flugplatz Aachen Merzbrück in Würselen wurde im Jahr 2015 stolze 100 Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums durften sich die Besucher am 30. und 31. August 2015 von jeweils 11-18 Uhr auf ein ganz besonderes Programm mit PS starken Doppeldeckern, nostalgischen Flugzeuglegenden, faszinierendem Modell-und lautlosem Segelkunstflug freuen.

Der Geschäftsführer des FAM Herr Zink freute sich sehr auf dieses Fest und machte auf die 100jährige Entwicklung des Flugplatzes aufmerksam. Bei diesem Fest bekam man auch einen Einblick auf die lange Geschichte des Flugbetriebes.
Während des 1. Weltkrieges wurde in der Region nach einem geeignetem Flugplatz gesucht. Da schon im Jahr 1914 die Bahnlinie und die Landstraße an dem Gelände bestand, wurde dieser Platz ausgewählt. Auch eine Ansiedlung war weit genug entfernt. Während der beiden Weltkriege starteten von hier auch Bombenflüge.
Nach dem 1. Weltkrieg beschlagnahmten die Belgier das ca. 95 ha große Areal.
Im Jahr 1930 gab es dann den ersten Linienflug der Lufthansa mit einer G24 zwischen Merzbrück und Köln-Butzweilerhof. Starts und Landungen fanden auf der Wiese statt.
Auch das Luftschiff von Graf Zeppelin war in Merzbrück zu Gast.
Im 2. Weltkrieg haben dann die Amerikaner den Platz besetzt.
Nach dieser Zeit wurde der Flugplatz ausschließlich von der zivilen Luftfahrt genutzt. In den 80iger Jahren gab es dann eine Asphaltierte Start/Landebahn.
Die Landebahn ist mit 520 m Länge die zweit kürzeste in Deutschland. Nur auf Helgoland ist sie noch kürzer.
In Merzbrück können Kleinflugzeuge bis 5,8 Tonnen starten und landen.

Mutige konnten einen Adrenalin-Kick beim Fallschirmspringen buchen und auch die Kleinsten bekamen in Würselen im „Kinderland“ auf ihre Kosten.
Mit dem Fest bot der Flugplatzbetreiber, die FAM GmbH mit dem Geschäftsführer Herrn Zink, allen Interessierten die Möglichkeit, die historische Entwicklung des Verkehrslandeplatzes und der Luftfahrt kennenzulernen.
Die Besucher durften sich über eine großartige Flugschau freuen, zu der auch Luftfahrzeuge gen Himmel stiegen, die sonst nur im Museum zu sehen sind. Sowohl moderner Kunst- als auch Modellflug mit den jeweils passenden Fluggerät wurde den Zuschauern geboten.
So war unter anderem Ralf Niebergall alias „Mr.Marchetti“ und sein Sohn Nico in Würselen zu Gast. Sie zeigten einen Formationsflug mit einer SIAI Marchetti SF 260 und dem gleichen Flugzeug in gleicher Lackierung als Modellvariante im Maßstab 1:3. Nervenkitzel pur erwartet die Zuschauer , wenn Walter Kampsmann, ehemaliger Deutscher Meister im Kunstflug, mit seiner Extra 330 LX am Himmel tanzt. Wem das an Aufregung noch nicht reichte, der konnte seinen Mut bei einem Fallschirmsprung mit einem erfahrenen Tandempiloten unter Beweis stellen und sich aus 4.000 m Höhe mit 200 km/h Richtung Erde stürzen, bevor er wieder sanft und sicher landete.

Rasant geht es auch zu, wenn sich Helmut Hillenbrand und Wolfgang Niebch mit einer Baby Great Lakes und einer Bücker Bestmann einen „Dogfight“ am Himmel lieferten. Die Klassiker der Luftfahrt durften natürlich ebenfalls nicht fehlen: Jürgen Kraus war mit einer Boing Stearman, einer AT-6 und einer Rayn PT 22 zu sehen. Zudem war er zusammen mit Josef Schumacher, Michael Pohl und Ingo Cremer in einer Formation der Harvard T6 zu sehen.
Stille Genießer kamen natürlich ebenfalls auf ihre Kosten: Segelkunstflugmeister Mike Rottland zeigte mit seiner Swift S1 Segelkunstflug in Vollendung. Darüber hinaus durften sich die Zusachauer auf verschiedene Oldtimer Segelflugzeuge freuen.

Natürlich bot die Jubiläumsveranstaltung noch viele weitere Attraktionen in der Luft und am Boden: ein umfangreiches Rundflugangebot, Ausstellungen von Oldtimerflugzeugen, einen Oldtimer Autocorso, ein nostalgisches Kinderspielland mit großem kostenlosen Programm für die kleinen Gäste, Schaustellergeschäfte und viele weitere Publikumsmagnete, die das Event zum lohnenden Ausflugsziel für die ganze Familie machten.

 

2015 

Tower vom Flugplatz Aachen Merzbrück im Jahr 1930  

(vom Archiv FAM)

 

Limburgsch Dagblad (regional) 13.05.1931 

(von Herman Willems)    

 

(Archiv FAM) 

Das ist eine Luftaufnahme der Amerikaner aus September 1944 

(Bild von Volker Dederichs)


 

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