Berufsfeuerwehr Aachen


9. Einsatzübung Hangrettung der SRG – Höhenrettung BF Aachen am 4. Oktober 2021

Bilderauszug der Übungsdokumentation. Die vollständige Übungsdokumentation erhält im Nachgang die Feuerwehr Aachen zur späteren Übungsauswertung.

Am morgen des 4.10.2021 ging bei der Städteregionalen Leitstelle der Stadt Aachen ein Notruf einer jungen Frau ein. Sie berichtete das sie gemeinsam mit 2 Freunden im Aachener Wald unterwegs gewesen ist und eine Person mehrere Meter einen steilen Hang hinuntergestürzt sei. Eine genaue Unfallstelle konnte sie nicht beschreiben, sie habe aber die im Wald befindliche Notfallmeldestelle 17 gefunden und könne die Einsatzkräfte einweisen.

Aufgrund der Schilderungen alarmierte die Leitstelle mit dem Stichwort Notfall 2 ein NEF (Notarzteinsatzfahrzeug), einen RTW (Rettungswagen) sowie mit dem Stichwort H klein (Hilfeleistung klein) ein HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) zur Unterstützung.

An der Notfallmeldestelle erwartete die Anruferin die Einsatzkräfte, schilderte kurz das Geschehene und führte sie fußläufig zum Unfallort im Wald. Dort angekommen machte sich der Gruppenführer vom HLF von oben ein Bild der Lage hinunter zur abgestürzten Person, dieser lag etwa 10 Meter unten am Fuße des Hanges, verletzt, augenscheinlich ansprechbar, betreut von der dritten Person aus der Gruppe. Dieser hatte sich einen Zugang zur verletzten Person geschaffen. Der steile Hang war durch natürlichen Bewuchs sowie altem Gehölz nicht begehbar.

Der zeitgleich eingetroffene Rettungsdienst entschied sich ohne weitere technische Hilfsmittel einen längeren, flacheren Einstieg hinab zu den beiden Personen zu finden. Dies führte die Einsatzkräfte über einen Umweg, durch zum Teil sehr schwieriges und verwachsenes Gelände, bis zur Unfallstelle und begannen umgehend mit der Versorgung des Verletzten. Die Notärztin übernahm die medizinische Versorgung und entschied über die patientenschonende Rettung mittels Schaufeltrage, Vacuummatratze sowie Schleifkorbtrage.

Nach Absprache der Notärztin mit dem Gruppenführer HLF wurde die Spezial-Rettungs-Gruppe Höhenrettung zur technischen Rettung nachgefordert. Ebenfalls wurde ein ELW (Einsatzleitwagen) zur weiteren Koordination des Einsatzes nachalarmiert.

Nach dem Eintreffen der Höhenretter an der Notfallmeldestelle 17 machten sich diese, gemeinsam mit den Einsatzkräften des HLF, samt Material ebenfalls fußläufig auf zur Unfallstelle. Am Unfallort stimmten sich der Einsatzleiter, Gruppenführer HLF, Gruppenführer Höhenrettung sowie die Notärztin über die Durchführung der Rettung ab und führten diese durch. Zwei Höhenretter wurden an Seilen gesichert und mit der Schleifkorbtrage zum Patienten herabgelassen.

Während der Umlagerung und Sicherung des Patienten in der Schleifkorbtrage bauten die weiteren Höhenretter im oberen Bereich der Absturzkante die Gerätschaften zur Rettung auf. Dazu wurde eine elektrische Winde sowie weitere Seilinstallationen zur Sicherung vorbereitet.

Der Patient wurde auf dem Weg nach oben durch zwei Höhenretter begleitet.

Nach der erfolgreichen Rettung wurde der Patient mit der Schleifkorbtrage sicher durch das unwegsame Waldgebiet bis zum RWT (Rettungswagen) getragen. Hier wechselten sich die sechs Einsatzkräfte immer wieder ab und tauschten die Positionen.  Dabei wurde die Funktion des „schleifens über den Boden“ von der Schleifkorbtrage durch die Einsatzkräfte durchgeführt, eine weitere Möglichkeit des Transports. Auch sämtliches Material welches zur Rettung benötigt wurde, musste fußläufig aus dem Wald gebracht werden.

Eine sehr erfolgreiche, wie auch lehrreiche Übung aller beteiligten Einheiten, dessen Ziel es war die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachrichtungen des Rettungsdienstes, Feuerwehr und Höhenrettung in einem gemeinsamen, auf sich aufbauenden, realitätsnahmen Szenario zu üben. Dies mit großem Erfolg.

Starke Truppe!

 

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8. Großübung der Feuerwehr Aachen an der Uniklinik RWTH Aachen 7.9.2020

Angenommene Lage war eine mißglückte Landung mit Brand eines Rettungshubschraubers auf der Hubschrauberlandeplattform. Die Insassen wurden dabei verletzt und konnten die Maschine nicht mehr selbstständig verlassen.
Mit der automatischen Löschanlage des Landeplatzes wurde die erste Brandbekämpfung eingeleitet. Der erste Angriffstrupp der Feuerwache 8 (Werkfeuerwehr UKA, besetzt durch die BF Aachen) ging unter umluftunabhängigem Atemschutz sofort zur Menschenrettung zum Hubschrauber vor.
Zusätzlich wurde die Berufsfeuerwehr Aachen, Löschzug 3, sowie die freiwillige Feuerwehr Aachen, Löschzug Nord (11) sowie Löschzug Laurensberg (12), zur Einsatzstelle alarmiert.
Der Löschzug Laurensberg baute umgehend die Wasserversogung über die Treppe auf und übernahm den Patiententransport nach unten bis in die Notaufnahme.
Von der Außenseite unterstützte die Wache 3 mittels HAB die Brandbekämpfung.
Mitten in diesem noch laufendem Einsatz liefen gleich mehrere Brandmeldeanlagen der Uniklinik RWTH Aachen in der Leitstelle Aachen ein. Umgehend mußten sich die Einheiten neu orientieren, aufteilen und wurden zur 2. Einsatzstelle auf der rückliegenden Seite des Gebäudes geschickt.
Hier bestätigte sich ein Schadensfeuer innerhalb einer Trafoanlage. Die Wache 8 ging gemeinsam mit dem Löschzug Nord zur Brandbekämpfung vor. Nach Abschluss der Arbeiten wurde der Grosslüfter der Berufsfeuerwehr Aachen, Uniklinik, eingesetzt.

Die vollständige Übungsdokumentation liegt der Berufsfeuerwehr Aachen vor, hier nur ein Auszug der Bilder.

Bilder aus 2019
7. Großübung an der FH Aachen

6. Maydaylage am Hubschrauberlandeplatz

                                                                         7. Großübung an der FH Aachen

Die Berufsfeuerwehr Aachen, freiwillige Feuerwehr Aachen Löschzug Nord (12) sowie weitere BOS Einheiten übten am 16.11.2019 auf dem Gelände der FH Aachen des Fachbereichs Luft- und Raumfahrttechnik in der Hohenstaufenallee den Ernstfall.

Im Triebwerkslabor der FH war es zu einem technischen Zwischenfall gekommen. Hierbei wurden zahlreiche Personen zum Teil schwer verletzt.

Nachdem die ersten Einsatzkräft eintrafen wurde das gesamte Ausmaß des Unfalls klar und umgehend weitere Löschzüge, die Spezial-Rettungs-Gruppe der Berufsfeuerwehr sowie das DRK, Johanniter und Malteser nachalarmiert.

Nach der ersten Erkundung des Angriffstrupps verteilte sich die Einsatzstelle
in mehrere Gebäudeabschnitte. Zum Teil riefen verletzte Personen aus Fenstern des 5 stöckigen Gebäudes, einige standen hilflos auf der Außentreppe in verschiedenen Etagen. Beim Zugang über den Hof zum Gebäudeteil des Triebwerklabors fanden die Einsatzkräfte weitere verletzte Personen die unter völliger Panik über vermißte Personen im verrauchten Keller des Triebwerkslabors sprachen. Eine Person flüchtete auf einen etwa 10 Meter hohen Turm und klammerte sich an das Geländer.

Eine Person hatte sich bei der Flucht aus dem Triebwerkslabor durch einem Kamin retten wollen und war aus großer Höhe abgestürzt und verletzte sich schwer.
Etwa ein dutzend Verletzte und bis dahin zum Teil noch vermisste Personen galt es aus dem Gefahrenbereich zu retten.

Eine gewaltige Aufgabe für alle Kräfte. Nach und nach sortierte sich die Lage. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz suchten systematisch die verwinkelten und verrauchten Räume, Kellergeschoss, Triebwerkslabor und Schächte ab. Bewustlose Personen mußten durch enge Treppenaufgänge gebracht werden, einige standen vollkommen unter Schock und forderten die Trupps, manche hatten Amputationsverletzungen.
Zwei Personen wurden von den Höhenrettern aus der Gefahrenlage befreit und dem Rettungsdienst übergeben.

Abschließend wurde sehr deutlich welch gewaltige Arbeit alle rund 150 Einsatzkräfte in der 2 stündigen Übung geleistet haben. Starke Leistung!

                                                                      6. Maydaylage am Hubschrauberlandeplatz

Alarmübung im September 2019 unter der Übungsleitung von Herrn Brandoberamtsrat Uwe Weiss, Leiter der Werkfeuerwehr der Uniklinik RWTH Aachen.

Teilnehmende Einheiten:
- Berufsfeuerwehr Aachen Wache 3
- Werkfeuerwehr UKA, durch die Berufsfeuerwehr Aachen Wache 8
- Freiwillige Feuerwehr Aachen Löschzug Laurensberg (11)

Angenommene Lage:
Verunglückter Hubschrauber mit drei schwer verletzten Personen, Trümmerteile sowie brennender Kraftstoff, der vom Landeplatz auf den darunter liegenden Vorplatz des Klinikums läuft.
Die Zufahrtstrasse sowie der Vorplatz des Klinikum wurde durch den LZ Laurensberg abgesperrt und ein Schaumangriff zum ablöschen des brennenden Kraftstoffes aufgebaut.
Zeitgleich gingen mehrere Atemschutztrupps der Berufsfeuerwehr Aachen zur sofortigen Menschenrettung und Brandbekämpfung auf dem Landeplatz vor. Drei Trupps vom LZ Laurensberg übernahmen die verletzten Personen und führten sie umgehend der Notaufnahme zur weiteren Versorgung zu.

Insgesamt ein Übungsszenario welches reibungslos mit allen Einheiten Hand in Hand verlaufen ist. Übungen dieser Art sind besonders wichtig um zum einen diese besondere Lage zu beüben sowie auch die Zusammenarbeit der Einheiten zu trainieren.

Die vollständige Übungsdokumentation liegt der Berufsfeuerwehr Aachen vor.

Zum blättern bitte unten die kleinen Bilder anklicken!

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Bilder aus 2017/2018

5. EMRIC Dreiländerübung

4. Feuerwache 3 (Nord) im Januar 2018

3. Feuerwache 1 an der Stolbergerstrasse 2017

2. Standort der BF Feuerwache 1 im   "Camp Hammer" 2017

1. Hauptfeuerwache 1 an der Stolbergerstrasse

5. Dreiländerübung EMRIC am Westbahnhof

Hinweis >

Allen Verletztendarstellern ging es zu jeder Zeit gut, es war eine reine Übungslage!

Nach vielen Monaten der Vorbereitungen startete am 9.11.18 die große Dreiländerübung am Westbahnhof Aachen.

450 Einsatzkräfte aus Belgien, Niederlande und Deutschland.

40 Verletztendarsteller.

Eine gewaltige Logistik über Monate der Vorbereitungen mit Einsatzkräften aus Belgien, Niederlande und Deutschland unter dem Verbund von EMRIC.

Feuerwehr, Bundes,- und Landespolizeit, Rettungsdienst und Deutsche Bahn haben gut 1,5 Jahre diese Großübung bis ins Detail vorbereitet. Die Herausforderung war nicht nur die enorm große Anzahl von Einsatzkräften zu koordinieren, sondern auch Sprachgrenzen zu überwinden und letzen endes auch die technische Zusammenarbeit möglich zu machen.

Vor Beginn sammelten sich die Niederländischen und Belgischen Einsatzkräfte sowie der Rettungsdienst an zwei Stationen andem sie dann im Verbund den Bentplatz angefahren haben. Über 40 Einsatzfahrzeuge waren somit auf den Straßen unterwegs und allein hier war es eine Herausforderung keine zusätzliche Belastung im Straßenverkehr herzustellen.

Vom Bentplatz aus startete dann die Großübung am Westbahnhof welcher in unmittelbarer Nähe liegt. Ob Einsatz oder Übung, bei solchen Szenarien ist ein Ablauf nie genau vorher zu sehen und so nahm um 16 Uhr das Geschehen seinen Lauf.

Zuvor war ein Güterzug mit Gefahrgut mit einem Personenzug bei Rangierarbeiten zusammegestoßen. Hierbei gab es 40 Verletze im Personenzug. Umgehend begannes die Einsatzkräfte mit der Evakuierung des Personenzuges und mußten die Gefahr die vom Gefahrgutgüterzug abwenden.

Nach gut 4 Stunden war die Übung erfolgreich absolviert. Teilgenommen haben hauptamtliche sowie ein sehr großer Anteil ehrenamtliche Einsatzkräfte.

In der Hoffnung das solch ein Szenario niemals geschieht war es dennoch enorm wichtig auch Länderübergreifend zu üben.

Alle miteinander, gemeinsam und als Team das Ziel erreichen, ganz gleich von wo man kommt!

 

 Die Vorbereitungen am Übungstag

  Bildergalerie >


 

Übungseinsatz am Westbahnhof


 Bildergalerie > (Bilder zum blättern bitte anklicken)                           

 CBRN Einsatz

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Vide

4. Feuerwache 3 (Nord) im Januar 2018

 

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3. Feuerwache 1 an der Stolbergerstrasse 2017

 

Die BF Aachen Feuerwache 1 wurde vom Architekten Herrn Prof. Rudolf Steinbach entworfen und in den Jahren 1961-64 erbaut. 2014 zog die gesamte Feuerwache vorrübergehend in das "Camp Hammer" auf der Hüls. 28 Monate wurde die Feuerwache an der Stolbergerstrasse aufwendig saniert. Im laufenden Betrieb werden ca. 35-40 Kräfte die neue Feuerwache besetzen. In einem 3. Bauabschnitt wird noch ein Service,- und Logistikzentrum entstehen. Hier wird es unter anderem eine Werkstatt geben. Darüber hinaus bietet die Stadt Aachen hier Ausbildungsstellen im Bereich der Mechatronik und Elektronik an. Dies ist jedoch noch in Planung, sowie auch die Standortanalyse.

 

 


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2. Standort der BF Feuerwache 1 im

"Camp Hammer" 2017

 


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1. Hauptfeuerwache 1 an der Stolbergerstrasse vor dem Einzug nach der Sanierung 2017

Denkmalgerechte Sanierung und Modernisierung Stolberger Strasse Aachen

Das Gebäude ist im jahr 1961 von Prof. Rudolf Steinbach geplant und in den jahren 1961-1964 errichtet worden. Herr Prof. Steinbach war seinerzeit Lehrstuhlinhaber für Baukonstruktion an der RWTH Aachen.

Das Gebäude war und ist in seiner Struktur und Außenwirkung wegweisend. Klare Funktionen, klare Formensprache, aber auch der Einsatz des Baustoffs Betonals sichtbare Oberfläche waren die Begründung dafür, das eine Eintragung in die Denkmalliste im Jahr 2013 erfolgte.

Der Beschluss zum Start der Baumaßnahme war am 6.5.2014.

Nutzfläche: 3.760 Quadatmeter

Gesamtkosten: 13,5 Mio. € (Sanierung Bestandsgebäude incl. Gebäudetechnik, Ausstattung und angrenzende Verkehrsanlagen)



Folgende Maßnahmen wurden im einzelnen durchgeführt:

- Sanierung der Gebäudehülle

- Funktionale Veränderungen im Grundriss

- Komplette haustechnische Sanierung

- Verlegung und Moderisierung der Atemschutzwerkstatt (EG)

- Fahrzeughallenerweiterung durch Verlegung der neuen Falttoranlagen

- Moderisierung der Übungseinrichtungen/Trainingsstrecke

- Verlegung und Modernisierung der Kantine

Dabei gab es die besondere Herausforderung der Baumaßnahme. "Verwandlung des denkmalgeschützten Gebäudes in eine moderne Feuerwache."

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Bauzeit:

Abbrucharbeiten/Schadstoffsanierung: Juli 2015-Februar 2016

Sanierung/Umbau/Modernisierung: März 2016/Juli 2017

Insgesamt wurden Bauleistungen von 58 verschiedenen Baufirmen erbracht.

Während der Bauphase wurde der Feuerwehr- und Rettungsbetrieb von dem Auslagerungsstandort "Camp Hammer" sichergestellt.

(Text: Stadt Aachen)